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Geschenke für Oma und Opa: Zeit, Erinnerungen und Praktisches

Oma und Opa freuen sich besonders über gemeinsame Zeit und Erinnerungen: einen Ausflug mit den Enkeln, ein Fotoalbum, einen Familienkalender oder ein Rezeptbuch mit Familienrezepten. Großeltern sind bei der Geburt des ersten Enkelkindes im Schnitt Anfang bis Mitte fünfzig, und ein Geschenk kann an ihre eigenen Hobbys anknüpfen. Technische Geschenke kommen gut an, wenn jemand beim Einrichten hilft.

Eine Frau und ein Mann in den Sechzigern sehen an einem Gartentisch gemeinsam ein altes Fotoalbum an
Bild: KI-generiert

Im Jahr 2023 hatten hochgerechnet rund 20,2 Millionen Menschen ab 43 Jahren in Deutschland mindestens ein Enkelkind [1]. Nach dem Deutschen Alterssurvey hatten im Jahr 2023 45,4 Prozent der Menschen ab 43 Jahren mindestens ein Enkelkind, Frauen häufiger als Männer [1]. Wer für Oma und Opa ein Geschenk sucht, hat also Menschen sehr unterschiedlichen Alters vor sich: die Großmutter, die noch voll im Beruf steht, genauso wie den Urgroßvater mit über 80 Jahren. Die Ideen auf dieser Seite sind nach dem geordnet, was Großeltern oft am meisten wollen, nämlich Zeit mit der Familie und Erinnerungen, und nach dem, was im Alltag hilft.

Oma und Opa sind oft jünger als gedacht

Großeltern werden viele schon in der Lebensmitte. Frauen waren bei der Geburt ihres ersten Enkelkindes im Durchschnitt 52,6 Jahre alt, Männer 55,6 Jahre [1]. Nach einer Näherungsrechnung des Deutschen Zentrums für Altersfragen haben Großmütter und ihr ältestes Enkelkind etwa 33,2 gemeinsame Lebensjahre, bei Großvätern sind es etwa 26,9 Jahre [1]. Im Durchschnitt hatten Großeltern 3,1 Enkelkinder [1].

Für die Geschenkwahl heißt das: Das Alter allein sagt wenig. Ein Großvater mit Mitte fünfzig, der Rad fährt und im Garten werkelt, braucht keine Lupe und keine Wärmflasche. Frag dich lieber, was die Person in ihrer freien Zeit macht, wovon sie erzählt und was sie sich vorgenommen hat. Wer bald in Rente geht, findet Ideen unter Geschenke zum Ruhestand.

Zeit mit den Enkeln

Viele Großeltern sind fest in den Alltag ihrer Enkel eingebunden. Von den Großeltern mit Enkeln bis 13 Jahren waren 2023 laut Alterssurvey 38,3 Prozent an der Betreuung beteiligt, im Durchschnitt 10,7 Stunden pro Woche [1]. Hochgerechnet betreuten damit etwa 5,01 Millionen Großeltern ihre Enkelkinder [1]. Betreuungszeit ist allerdings Alltag, mit Hausaufgaben, Abholen und Abendessen. Ein Geschenk kann Zeit schenken, die anders ist: ein Ausflug nur für Oma und Enkelkind, ohne Eltern und ohne Pflichten.

Eine Frau Ende fünfzig und eine junge Frau spazieren im Herbst einen Waldweg entlang, von hinten gesehen
Bild: KI-generiert

Konkrete Ideen sind ein Gutschein für einen gemeinsamen Tag im Zoo oder im Museum, Karten für ein Kindertheater, ein Picknick an einem Ort aus Omas eigener Kindheit oder ein Backnachmittag, an dem das Enkelkind das Rezept aussucht. Für Großeltern, die weiter weg wohnen, eignet sich ein fester Termin für einen Besuch, den die Familie organisiert und vielleicht auch bezahlt. Wie solche Gutscheine aussehen können und wie lange gekaufte Gutscheine gelten, steht unter Gutscheine schenken.

Erinnerungen und Fotos

Fotos aus der Familie können bei Großeltern gut ankommen. Ein Fotoalbum mit Bildern aus dem vergangenen Jahr, ein Wandkalender, auf dem jeder Monat ein Enkelkind zeigt, oder ein gerahmtes Foto vom letzten Familientreffen sind einfach zu gestalten. Wenn mehrere Enkel beitragen, schreibt jedes ein paar Zeilen zu seinen Bildern.

Aufgeschlagenes Fotoalbum mit Schwarz-Weiß-Abzügen und losen Farbfotos auf einem Holztisch, daneben eine Lesebrille
Bild: KI-generiert

Ein Geschenk mit mehr Aufwand ist ein Erinnerungsbuch in umgekehrter Richtung: Die Enkel stellen Fragen, und Oma oder Opa schreiben die Antworten auf, über ihre Kindheit, die erste Wohnung, die Arbeit, die Familie. Eine Variante ist ein Familienrezeptbuch mit Omas Rezepten, die bisher nur in ihrem Kopf oder auf losen Zetteln existieren. Alte Fotos lassen sich einscannen und neu ordnen; das gemeinsame Durchsehen der alten Alben ist dabei oft schon das eigentliche Geschenk. Anregungen für selbst gestaltete Geschenke gibt es unter Selbstgemachte Geschenke.

Digitale Geschenke mit Begleitung

Die meisten 65- bis 74-Jährigen haben das Internet schon genutzt. Nach der Statistik zur Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnik hatten 2025 in Deutschland 10 Prozent der 65- bis 74-Jährigen das Internet noch nie genutzt [2]. In keiner Altersgruppe war dieser Anteil höher; bei den 45- bis 64-Jährigen lag er bei 3 Prozent [2]. Viele Großeltern schreiben also Nachrichten, telefonieren mit Bild oder schauen Fotos der Enkel auf dem Tablet an, aber nicht alle. Die Befragung erfasst nur Menschen bis 74 Jahre [2].

Ein Mann in den Siebzigern hält auf dem Sofa ein Tablet, eine jüngere Frau neben ihm zeigt darauf
Bild: KI-generiert

Ein Tablet, ein digitaler Bilderrahmen, auf den die Familie neue Fotos schickt, oder ein Lautsprecher für Hörbücher und Radio können ein schönes Geschenk sein. Entscheidend ist die Begleitung: Richte das Gerät vor dem Überreichen ein, zeig die wichtigsten Schritte und plane einen zweiten Termin für Fragen ein. Ein selbst geschriebener Spickzettel mit großen Buchstaben hilft beim Wiederfinden. Sprich beim Einrichten auch über Betrug am Telefon und in Nachrichten, etwa den Enkeltrick. Was Angehörige dabei tun können, beschreibt betrug.domain-root.de unter Ältere Angehörige vor Betrug schützen.

Praktisches mit Feingefühl

Praktische Geschenke können den Alltag erleichtern: eine gute Leselampe, ein Sitzkissen für den Garten, ein Einkaufstrolley, ein leichter Regenschirm mit großem Griff oder ein Werkzeug, das besser in der Hand liegt als das alte. Hier ist Feingefühl gefragt, das ist ein eigener Rat. Niemand möchte mit einem Geschenk daran erinnert werden, dass manches schwerer fällt. Hilfsmittel, die nach Pflege oder Krankheit aussehen, sind als Überraschung meist fehl am Platz.

Besser ist es, Praktisches dort zu schenken, wo die Person selbst einen Wunsch geäußert hat, oder es so zu wählen, dass es für jeden nützlich wäre. Bei Lebensmitteln lohnt ein Blick auf Ernährungsgewohnheiten und Unverträglichkeiten, die in der Familie bekannt sind. Eine Kiste Pralinen ist für jemanden, der auf Zucker achten muss, kein gutes Geschenk.

Wenn Großeltern weit weg wohnen

Nicht alle Großeltern sehen ihre Enkel jede Woche. Wohnt die Familie in einer anderen Stadt, wird der Kontakt selbst zum Geschenk. Möglich sind eine Fahrkarte für einen Besuch, die die Familie vorher mit einem Termin abspricht, oder umgekehrt ein Wochenende, an dem die Enkel zu den Großeltern fahren. Ein Paket, das die Enkel selbst packen, mit einem Bild, einem Brief und etwas Gebackenem, kommt auch per Post gut an.

Wer regelmäßig in Kontakt bleiben will, kann ein kleines Ritual verschenken: einen festen Anruf am Sonntag, eine monatliche Karte mit einem neuen Foto oder ein Heft, das zwischen Großeltern und Enkel hin und her geschickt wird und in das beide abwechselnd schreiben und malen. Solche Geschenke kosten wenig, brauchen aber Ausdauer. Es hilft, wenn die Eltern daran erinnern, dass das Heft wieder auf die Reise muss.

Aktive Großeltern

Viele Großeltern sind sportlich, reisen gern oder engagieren sich im Verein. Für sie passen Geschenke, die an diese Aktivitäten anknüpfen: eine Radkarte für eine Tour in der Region, ein Zuschuss für einen Tanzkurs, eine Wanderung mit der ganzen Familie, die du planst, oder ein Tag in einer Therme. Für Paare unter den Großeltern ist ein gemeinsamer Ausflug zu zweit oft willkommener als ein Gegenstand. Frag vorher, was die Person schon hat, damit das Geschenk eine Lücke füllt.

Ideen nach Interessen

Am besten passt ein Geschenk, das an ein Hobby anknüpft. Die Tabelle ist eine eigene Sammlung von Beispielen.

InteresseIdeen
GartenObstbaum oder Rosenstock zum Pflanzen, Gartenhandschuhe, Saatgut alter Sorten, Besuch einer Gartenschau
Lesen und HörenLeselampe, Hörbuch, Abo einer Zeitschrift zum Lieblingsthema, Ausweis der Stadtbibliothek
Spiele und RätselKartenspiel für zwei, Kreuzworträtsel-Sammlung, Puzzle mit Motiv aus der Heimat, Spieleabend mit den Enkeln
Kochen und BackenFamilienrezeptbuch, Backformen, gemeinsamer Backnachmittag
UnterwegsAusflug in die Heimatregion, Schiffsfahrt, Konzertbesuch, Tagesfahrt mit der Familie
MusikKonzertkarten, Lieder aus der Jugend auf einem Abspielgerät, Platz im Chor als Zuschuss zum Beitrag

Regeln zu Kartenspielen, die Großeltern und Enkel gemeinsam spielen können, stehen auf Kartenspiele: Regeln im Überblick.

Geschenke von den Enkeln

Was Enkel selbst machen, hat für viele Großeltern einen eigenen Wert. Ein gemaltes Bild im Rahmen, eine Kerze mit eigenem Muster, ein Gedicht, das das Enkelkind beim Besuch aufsagt, oder ein Glas mit kleinen Zetteln, auf denen jeweils eine gemeinsame Erinnerung steht, sind einfache Geschenke. Ältere Enkel können einen Nachmittag schenken, an dem sie beim Handy helfen, Fotos sortieren oder im Garten mitarbeiten.

Ideen für runde und andere Geburtstage stehen unter Geschenke zum Geburtstag. Für Urgroßeltern gilt vieles von dem, was hier steht. Im Alter ab 76 Jahren hatten 2023 laut Alterssurvey 33,3 Prozent der Frauen und 18,8 Prozent der Männer bereits Urenkel [1]. Ein Foto mit vier Generationen ist für sie oft ein besonderes Geschenk.

  1. Studie Großelternschaft und Urgroßelternschaft in Deutschland: Befunde des Deutschen Alterssurveys (DEAS) 2023 (DZA-Fact Sheet). Mareike Bünning, Till Keufert; Deutsches Zentrum für Altersfragen. Stand 02.07.2026. abgerufen am 29.10.2026
  2. Behörde Gut 3 % der Bevölkerung im Alter von 16 bis 74 Jahren in Deutschland sind offline (Zahl der Woche Nr. 09). Statistisches Bundesamt (Destatis). Stand 24.02.2026. abgerufen am 29.10.2026

Zuletzt geprüft am 30.10.2026, nächste Prüfung spätestens im Oktober 2027. Fehler entdeckt? Schreib uns.