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Geschenke verpacken: Schritt für Schritt, mit Stoff und ohne Abfallärger
Für eine Schachtel brauchst du Papier, das einmal ganz herumreicht und an den Stirnseiten etwas mehr als die halbe Höhe übersteht. Runde oder weiche Geschenke lassen sich leichter in Stoff, Seidenpapier oder eine Schachtel packen. Unbeschichtetes Geschenkpapier gehört danach ins Altpapier, beschichtetes in den Restmüll.

Eine gute Verpackung muss nicht teuer sein. Sie soll das Geschenk verbergen, beim Transport schützen und sich gut öffnen lassen. Mit etwas Übung reichen Papier, Schere, Klebeband und ein Band für fast alles, was eckig ist. Für runde, weiche und sperrige Dinge gibt es einfache Kniffe, und mit einem Tuch kommst du ganz ohne Papier aus. Die Anleitungen auf dieser Seite sind eigene Erfahrungswerte, Angaben zu Abfall und Recycling stammen aus den genannten Quellen.
Was du zum Verpacken brauchst
Eine kleine Grundausstattung spart Wege, wenn es eilig wird. Diese Liste ist eine eigene Zusammenstellung:
- Packpapier oder Geschenkpapier aus Papier, dazu Seidenpapier für Zerbrechliches
- eine scharfe Schere und ein Lineal oder ein gerader Falzrand
- Klebeband, gern doppelseitig für unsichtbare Nähte
- Band aus Stoff, Baumwolle oder Bast, außerdem Bindfaden
- gebrauchte Schachteln in verschiedenen Größen und ein paar Stoffreste
- Anhänger aus festem Papier und einen Stift, der auf Packpapier gut schreibt
Gut erhaltenes Papier, schöne Kartons und Geschenkbänder kannst du aufbewahren und später für andere Geschenke nutzen. Dazu rät auch die Initiative "Mülltrennung wirkt" der dualen Systeme [1].
Eine Schachtel sauber einschlagen
Eckige Geschenke sind am einfachsten. Was keine feste Form hat, kommt zuerst in eine passende Schachtel. So gehst du vor:

- Lege das Papier mit der Rückseite nach oben auf eine glatte Fläche und die Schachtel mit der Oberseite nach unten in die Mitte.
- Schneide das Papier zu. In der einen Richtung muss es einmal ganz um die Schachtel reichen, plus etwa drei Zentimeter Überlappung. In der anderen Richtung braucht es die Länge der Schachtel plus ihre Höhe plus etwa zwei Zentimeter.
- Schlag eine Längsseite über die Schachtel und kleb sie fest. Falte an der anderen Seite einen schmalen Rand nach innen, damit keine Schnittkante sichtbar bleibt, und kleb sie darüber.
- Drück an jeder Stirnseite zuerst die beiden seitlichen Klappen nach innen, sodass zwei Dreiecke entstehen. Falte das obere Dreieck nach unten, das untere nach oben, und kleb es fest.
- Bind ein Band über Kreuz um die Schachtel und häng einen Anhänger daran.
Ein Beispiel, als eigene Rechnung nach dieser Faustregel: Für eine Schachtel von 30 mal 20 mal 10 Zentimetern brauchst du ein Stück Papier von etwa 63 mal 42 Zentimetern, für eine flache Schachtel von 20 mal 15 mal 5 Zentimetern etwa 43 mal 27 Zentimeter. Wer zu knapp schneidet, muss stückeln. Wer zu großzügig schneidet, bekommt dicke Falten an den Stirnseiten.
Saubere Kanten
Fahr jede Falte mit dem Fingernagel oder einem Lineal nach, bevor du klebst. Doppelseitiges Klebeband unter der letzten Lage macht die Naht unsichtbar. Bei dünnem Papier hilft es, die Schachtel zuerst in Seidenpapier einzuschlagen, damit dunkle Kartonfarbe nicht durchscheint. Bei Papier mit Streifen oder Karos lohnt es sich, die Schachtel genau parallel zum Muster auszurichten, weil schiefe Linien sofort auffallen. Wer mehrere Geschenke für dieselbe Person packt, nimmt für alle dasselbe Papier und kann sie später leicht zuordnen. Alles in diesem Abschnitt sind eigene Erfahrungswerte.
Schwierige Formen
Nicht alles passt in eine Schachtel. Für die häufigsten Fälle haben sich ein paar einfache Lösungen bewährt, auch sie sind eigene Tipps:
- Rundes wie Dosen oder Kerzengläser: in Seidenpapier wickeln, die Enden oben zusammenraffen und mit Band zubinden, sodass ein Bonbon oder ein Säckchen entsteht.
- Flaschen und hohe Gläser, etwa mit Sirup oder Eingemachtem: diagonal auf ein quadratisches Tuch legen und einrollen oder in eine Papiertüte stellen, die oben gefaltet und gelocht wird.
- Weiches wie Schals oder Pullover: zuerst um ein Stück Karton falten, dann wie eine flache Schachtel einschlagen.
- Sehr Großes wie ein Fahrrad: ein großes Tuch darüberlegen oder nur eine Schleife anbringen.
- Sehr Kleines wie Schmuck: in eine größere Schachtel mit Füllmaterial legen, damit es beim Auspacken nicht verloren geht.
Für Geld gibt es eigene Faltideen, bei denen die Scheine heil bleiben. Sie stehen unter Geldgeschenke kreativ verpacken.
Wenn das Geschenk verschickt wird
Ein Päckchen mit Schleife übersteht den Versand selten ohne Knicke. Pack das Geschenk deshalb erst schön ein und leg es dann in einen Versandkarton, der an allen Seiten ein paar Zentimeter Platz lässt. Die Lücken füllst du mit zerknülltem Papier, alten Zeitungsseiten oder Stoffresten, damit nichts verrutscht. Schleifen und Zweige drückt der Karton platt; leg sie lieber lose obenauf oder verzichte beim Versand auf sie. Eine kurze Karte direkt unter dem Deckel sagt der beschenkten Person, dass das eigentliche Geschenk darunter liegt und erst am Festtag geöffnet werden soll. Auch dieser Abschnitt beruht auf eigener Erfahrung.
Mit Stoff verpacken: Furoshiki
Ein Tuch statt Papier lässt sich immer wieder verwenden und passt sich jeder Form an. In Japan ist dafür das Furoshiki bekannt, ein quadratisches Tragetuch. Das japanische Umweltministerium hat eine bebilderte Anleitung mit 14 Wickelarten veröffentlicht, darunter eine Grundform zum Tragen, Wickelarten für flache, lange und schmale Gegenstände, zwei Arten für Flaschen, eine für zwei Bücher und eine Wickelart für eine Wassermelone [2].

Die Grundform lässt sich auch mit einem Geschirrtuch oder einem Halstuch üben. Nach der Abbildung des Ministeriums liegt das Tuch als Raute vor dir und der Gegenstand in seiner Mitte. Zwei gegenüberliegende Ecken werden über ihn geschlagen, die beiden anderen Ecken oben zu einem Knoten gebunden [2]. Für ein Geschenk reicht ein Tuch, dessen Diagonale etwa dreimal so lang ist wie die längste Seite des Gegenstands; das ist ein eigener Erfahrungswert. Das Tuch kann Teil des Geschenks sein, etwa ein Schal, eine Tischdecke oder ein schönes Küchentuch.
Papier sparen und richtig entsorgen
Die Initiative "Mülltrennung wirkt" schreibt in einer Pressemitteilung vom 12.12.2023, dass an Weihnachten Schätzungen zufolge etwa 20 Prozent mehr Abfälle anfallen als im restlichen Jahr, nicht zuletzt durch Geschenkverpackungen [1]. Nach ihren Angaben lassen sich Papierfasern 10 bis 25 Mal recyceln [1]. Als Alternative zum klassischen Geschenkpapier nennt sie gut erhaltene Stoffreste und bunt bedruckte Zeitschriften [1].

Beim Entsorgen kommt es auf die Art des Papiers an. Gebrauchtes, unbeschichtetes Geschenkpapier, leere Kartons und Schachteln aus Papier und Pappe kommen ins Altpapier. Glitzersterne, Schleifen und anderer Schmuck müssen vorher ab, und beschichtetes Geschenkpapier gehört in den Restmüll [1]. Das Umweltbundesamt zählt Geschenkpapier und Geschenkkarton zum Altpapier. Lack-, Glacé- und Chromopapiere, die mit Kunststofflacken oder Kunststofffolien hergestellt sind, gehören dagegen nicht hinein, ebenso Papiere mit Klebstoffen, die sich nicht leicht abtrennen lassen, wie Adressetiketten [3].
Wer neues Papier kauft, kann auf Recyclingpapier achten. Nach dem Umweltbundesamt benötigt die Herstellung von Recyclingpapier im Vergleich zu neuem Kopierpapier nur etwa 50 Prozent der Energie und rund 33 Prozent der Wassermenge [3]. Der Blaue Engel garantiert laut Umweltbundesamt, dass die Papierfasern zu 100 Prozent aus Altpapier stammen [3]. Auch für Recyclingpapier gilt nach dem Amt: sparsam verwenden [3]. Beim Verpacken heißt das zum Beispiel, Bögen passend zuzuschneiden und Reste für kleine Päckchen aufzuheben. Weitere Ideen für Geschenke mit wenig Abfall stehen unter Nachhaltige Geschenke.
Anhänger, Band und Deko
Ein Anhänger mit Namen verhindert Verwechslungen unter dem Baum, und ein Satz darauf macht das Päckchen persönlich. Kurze Texte für Anhänger findest du unter Sprüche für Geschenke und Karten. Die folgenden Ideen für die Deko sind eine eigene Sammlung:
- Zweige von Tanne oder Eukalyptus, getrocknete Orangenscheiben oder eine Zimtstange unter dem Band
- ein Stempel aus einer halbierten Kartoffel, mit dem du Muster auf Packpapier druckst
- ein kleines Foto der beschenkten Person als Anhänger
- bunte Fäden aus der Restekiste, mehrfach um das Päckchen gewickelt
- eine Kleinigkeit am Band, die zum Inhalt passt, etwa ein Holzlöffel an einem Kochbuch
Für Anlässe genügt oft die Farbe. Zur Hochzeit wirken helle Töne mit einem Band aus Stoff, zum Geburtstag kräftige Farben und an Weihnachten Packpapier mit Grün. Auch diese Zuordnung ist eine eigene Anregung und keine feste Regel. Wenn die Zeit knapp ist, helfen die Ideen unter Last-Minute-Geschenke, und wer das Geschenk selbst gemacht hat, findet unter Selbstgemachte Geschenke Ideen für Gläser und Dosen.
- Organisation Für die Umwelt: Geschenkpapier und andere Weihnachtsabfälle richtig entsorgen (Pressemitteilung). Initiative "Mülltrennung wirkt" der dualen Systeme. Stand 12.12.2023. abgerufen am 29.10.2026
- Behörde How to use "Furoshiki". Ministry of the Environment, Government of Japan. Stand ohne Datum. abgerufen am 29.10.2026
- Behörde Recyclingpapier ist gut für die Umwelt. Umweltbundesamt. Stand 20.08.2025. abgerufen am 29.10.2026
Zuletzt geprüft am 30.10.2026, nächste Prüfung spätestens im Oktober 2027. Fehler entdeckt? Schreib uns.
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